Bericht rund ums Spiel SV Babelsberg 03 - Hannover 96 vom 09.03.02

Also hatte es Jörg mit seinen "Überzeugungskünsten" wieder geschafft und wir fuhren tatsächlich nach Babelsberg! Da Jörg das Banner wieder bestens positionieren wollte und wegen des kaputten Flutlichts in Babelsberg bereits um 14.00 Uhr Anpfiff war, starten wir schon um kurz vor 8!!!. Unsere Unterhaltungen wurden nur durch die (weibliche) Stimme des Navigationssystems gestört (Bitte schnellstmöglich wenden). Die mittlerweile ja schön ausgebaute Bahn war recht frei und so kamen wir zügig vorwärts. Unterwegs konnten wir 2 Radarfallen entgehen (Grüße an den geblitzten Golf mit dem Darmstädter Kennzeichen). Ansonsten verlief die Fahrt ohne weitere besondere Vorkommnisse.

Aufgrund der freien Bahn und zügiger Fahrweise und trotz unzähliger Pinkelpausen (Sextaner Jörg) waren wir bereits um kurz vor 12 vorm Stadion und mußten erst einmal warten, da noch kein Einlaß war!!! Im Stadion testete Jörg erst einmal die dort kunstvoll aufgebauten Dixi-Klos! Im Fußball-Tempel zu Babelsberg dann wieder das mittlerweile normale Theater bei Auswärtsspielen: Obwohl Jörg all seine Überredungskünste einsetzte, durften wir unser Banner nur an einem Wellenbrecher aufhängen. Die Begründung war, daß das DSF verboten habe, Banner an die Zäune zu hängen (übrigens nur für den Gästeblock), auch eine weiße Werbebande durfte nicht genutzt werden, da dies der Veranstalter nicht wolle!!! Im heimischen Niedersachsenstadion dürfen die Gästefans ihre Banner fast hinhängen wo sie wollen, aber uns wird auswärts (Bochum, Babelsberg, Bielefeld, Aachen, etc) das Leben schwer gemacht. Und dafür sind wir so früh losgefahren. Gut das wir nächstes Jahr nicht mehr nach Babelsberg müssen.

Das Spiel begann furios, plätscherte dann dahin um zum Schluß ein schönes Finale zu präsentieren. Im Stadion trafen wir viele Hamburg-Fans, einen Anhänger der Polska-Ultras und vor allem Rene, der ein Anhänger von Hertha BSC Berlin ist. Nachdem Jörg ihm gesagt hatte, daß er sämtlichen Hamburgern erklärt habe, sie könnten heute Nacht bei Ihm nächtigen, war er nur kurz verdattert. Wir haben uns quasi spätestens für die nächste Saison bei den Spielen unserer Mannschaften verabredet.

Nach Spielschluß haben wir noch kurz unsere Helden am Zaun abgeklatscht und traten dann unsere Heimreise an. Diese wurde nur durch eine kurze Rast bei einem bekannten Fast-Food-Restaurant unterbrochen. Kurz hinter Wolfsburg trafen wir auf der Bahn noch zahlreiche Fans des 1.FC Köln (0:5), die unsere Grüße mit dem abgesenkten Daumen scheinbar mißverstanden und uns ihrerseits mit dem erhobenen Mittelfinger grüßten. Nach einer Gesamtfahrleistung von 920 km kamen wir wohlbehalten so gegen 20.00 Uhr in unserem Exil an und führten noch schnell die Nachbearbeitung anhand des auf Video gebannten Hattrick-Berichts eines unbekannten Senders durch.

Andreas